Bernd Reuther

Havarie in Deutscher Bucht: Untersuchung in Endphase

Die "Glory Amsterdam" lief nach der Havarie in Wilhelmshaven ein. Archivfoto: Sehringer

CUXHAVEN/LANGEOOG. Zehn Monate nach der Komplett-Havarie des Schüttgutfrachters "Glory Amsterdam" in der Deutschen Bucht wird der Abschlussbericht zum Unfallhergang voraussichtlich fristgerecht bis Ende Oktober fertig. (dpa/red)

„Wir liegen gut im Zeitplan“, sagte der Direktor der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen (BSU), Ulf Kaspera, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Untersuchungen seien sehr komplex, da das Unfallgeschehen sich über mehrere Tage hingezogen habe. Nach EU-Vorgaben muss ein Abschlussbericht binnen Jahresfrist nach dem Unfall vorliegen.

Die Bundesregierung will erst den Bericht abwarten, bevor über konkrete Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Unfall entschieden wird, wie aus einer Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage von FDP-Abgeordneten hervorgeht. Der FDP-Abgeordnete Bernd Reuther bemängelte, dass beinahe ein Jahr nach der Havarie der „Glory Amsterdam“ immer noch keine erkennbaren Schlüsse gezogen worden seien. Das Verkehrsministerium weiche kritischen Fragen aus.

In der Antwort sichert die Bundesregierung aber zu, die personelle Ausstattung des Havariekommandos mit Sitz in Cuxhaven zu verbessern. Das Schiff war im November aufgrund des Sturms „Herwart“ rund zwei Kilometer vor Langeoog auf einer Sandbank gestrandet.